Die erste Arbeitswoche
Ja es ist vollbracht, die erste Arbeitswoche hab ich nun geschafft. Hier mal ein kleines Fazit:
Dienstag war ja nun “Orientation Day” und ich war dabei der einzige Praktikant von insgesamt 8 neuen Leuten, die an diesem Tag bei SAP angefangen haben. Der Tag sollte nur für Vorträge über das Arbeitsverhältnis, den Arbeitgeber und der Arbeitsumgebung drauf gehen. Darunter vielen natürlich auch Dinge wie Versicherung, Vorsorgefinanzierungen oder Kostenerstattungen. Alles in allem waren 75% der genannten Sachen für mich uninteressant, da ich als Praktikant sowieso nicht soweit denken muss (!). Der beste Teil kam allerdings am Ende des ganzen Tages. Alle neuen Mitarbeiter – und hierunter diesmal auch die Praktikanten – erhalten von SAP einen Laptop für die Zeit der Anstellung. Dabei handelt es sich um einen IBM Lenovo T60. Das ist ein Geschoss gegen mein Acer Aspire 3020! Ich liebe das Gerät schon jetzt, kanns aber definitiv nicht behalten.
Mittwoch war dann mein erster Arbeitstag, der eigentlich relativ unspannend über die Runden ging. Ich erhielt nur die Aufgabe, mich in die Sachen mit denen ich arbeiten muss und in die Technologie einzuarbeiten. Ein bisschen Erfahrung vorweg konnte ich ja schon einbringen, aber nichts desto trotz ist das Ganze doch recht neu für mich. Ein eigenes Cubicle hab ich auch schon bekommen, jedoch nur vorläufig erstmal, da das Büro in dieser Woche überdurchschnittlich voll war. Wer sich jetzt fragt, was ein Cubicle ist, brauch sich nur an diverse amerikanische Filme erinnern! Großraumbüros mit kleinen abgetrennten Bereichen wo ein Schreibtisch und ein Schrank eingebettet sind. Naja, kleiner Hoffnungsschimmer bleibt mir, da ich ab Montag einen neuen Platz bekomme und dieser sogar mit Fensterblick versehen ist!
Einen Tipp kann ich auch schon nach 2 Tagen abgeben: Macht euch vertraut, wer der oberste Boss eurer Abteilung ist. In meinem Falle der Executive Manager. Und passt auf wen ihr mit Support-anfragen belästigt! Den Rest der Geschichte muss ich wohl nicht ausführen
Endet auf jeden Fall darin, dass ich auf einer doch im Nachhinein recht lustige Art und Weise meinen obersten Chef persönlich kennenlernen konnte.
Was bleibt noch zu sagen? Ich habe kostenlos Mittagessen, kann mir jederzeit kostenlos was zu trinken oder Obst holen und bekomm sogar die Mittagspausen bezahlt. Ich hab gleitende Arbeitszeiten und bekomme Überstunden mit dem 1,5 fachen meines eigentlichen Stundenlohns bezahlt. Allerdings sind Überstunden durch Praktikanten nicht so gern gesehen. Die Steuern belaufen sich auf ca. 25% und mit einer Steuererklärung am Ende des Praktikums bekommt ich nahezu 100% der Steuern zurück. Alles in allem ein gutes Arbeitsleben hier. Ob es jedoch auf ein ganzes Jahr hinaus läuft steht noch nicht fest und das nicht allein, weil mein Visum und das Praktikumsverhältnis nur bis 23. März 2008 ausgestellt ist!
Also vielleicht hat mich Deutschland auch schon nach einem halben Jahr wieder. Aber da steht noch nichts fest, das wird sich in den kommenden Wochen sicherlich entscheiden. Ansonsten bin ich weiterhin gespannt auf die kommenden Arbeitswochen, in denen ich dann wohl auch stärker in das Team und das Projekt integriert werde.
Wenn ich am Montag dann meinen richtigen Arbeitsplatz habe, werde ich versuchen mal ein paar Bilder zu machen, um euch aufklären zu können, wovon ich jeden Tag mindestens 8h umgeben bin!