Beiträge vom Dezember, 2007

SAP

Donnerstag, 20. Dezember 2007 4:11

Steht irgendwo geschrieben, dass eine Firma, die ein Akronym als Namen trägt, auch den Arbeitsalltag mit Akronymen füllen muss?

Ehrlich gesagt, erwarte ich keine Antwort darauf. Wer aber einmal mit SAP zu tun hatte, weiß, dass die Leute Abkürzungen lieben. Für Neulinge, wie ich es einer bin, wurde deshalb eine Liste im Intranet veröffentlicht mit allen möglichen Akronymen und deren Bedeutungen. Von CEO über MBO bis CRM und vieles mehr, lässt sich dort nachschlagen.

Denkt man drüber nach, dass diese Liste doch eine sinnvolle Einrichtung ist, konnte ich mir ein lautes Lachen heute nicht verkneifen, als ich bis nach ganz unten scrollte und dort folgenden Satz laß:

 This list contains 1326 entries

1326 … Sollte man da nicht langsam mal nachdenken, die volle Bezeichnung in den Sprachgebrauch aufzunehmen? Aber sicherlich würde der effektive Arbeitszeitverlust von 1.5 Sekunden pro nicht verwendeter Abkürzung einen zu großen finanziellen Verlust für die Firma darstellen.

So versuche ich nun mindestens 1300 drei- bis vierbuchstabige Abkürzungen auswendig zu lernen …

Thema: Arbeitsleben | Kommentare deaktiviert | Autor: Pedda

Leider nur 4 Tage

Dienstag, 18. Dezember 2007 4:33

Wie bereits erwähnt, ist mein eigenes Auto ja in die ewigen Jagdgründe gegangen. Da ich aber noch eine Woche zu überleben habe, bis ich nach Deutschland fliege, musste ich also für ein Ersatzgefährt sorgen (ja, der Mercedes steht mir erst ab Januar zur Verfügung). Gab es bis gestern noch das Angebot, einen Ersatzwagen vom Händler zu bekommen, so machte ein Anruf den Gedanken schnell zunichte. Also musste eine neue Idee her.

Da ich noch ein paar Angelegenheiten erledigen muss, kommt also nicht in Frage, mich von anderen fahren zu lassen. Insofern sah ich nur noch den Gedanken, mir ein Leihwagen bis Freitag zu organisieren. Also fragte ich eben meine Vermieter, ob sie mich zu einer Autovermietungsstation fahren könnten. Und was jetzt kommt, ich schwör, ist nicht ausgedacht oder gesponnen.

Da für gewöhnlich ja Auto-verleih-unternehmen-dinger davon ausgehen, dass man einen Termin ausmacht, haben sie natürlich nicht so viele Fahrzeuge vorrätig. In meinem Fall waren es derer 2 verfügbare Autos. Ein Toyota Camry und ein … Ford … Mustang, Baujahr 2007, 10.000 Meilen runter. Und ich schwör, ich hab 2 mal nachgefragt, beide für den gleichen Preis. Nun stand ich da mit der “schwierigen” Frage, welches Auto nehmen. Sekt oder Selters? In einer unglaublichen Überlegungsphase von epischen 1.5 Sekunden entschied ich mich für das amerikanisch Model, auch wenn ich dafür 10min warten musste, bis es sauber war.

Leider hat das Ganze auch einen bitteren Beigeschmack: ganz so billig wars nicht, aber man machts ja nicht alle Tage … … … eventuell.

Ich werd dann morgen mal Bilder folgen lassen, da es hier halt momentan sehr dunkel ist.

P.S.: Papa, alles andere als ein “Arsch” als Kommentar von dir, würde mich enttäuschen :)

Update: Wie versprochen, ein paar Bilder

Link: Picasa Webalbum – Der richtige Mietwagen

Thema: Allgemein | Kommentare (3) | Autor: Pedda

Keine Schweigeminute!

Sonntag, 16. Dezember 2007 3:10

So das wars. Es ist vorbei. Die Sache ist aus. Das hat keinen Sinn mehr!

Seit Freitag Nachmittag (Ortszeit) bin ich mir sicher, dass der 95er Ford Contour, den ich vor 2 Monaten gekauft habe, seine letzte Fahrt für mich erledigte. Das Fahrzeug ist nun endgültig Geschichte für mich … also sobald ich das Ding auch endgültig los geworden bin.

Angedeutet hat sich das Ganze schon auf dem Weg zur Arbeit. Ohne Vorwarnung begann das Auto immer wieder zu stottern. Das heisst, wenn ich Gas gegeben hab, hatte ich keine konstante Leistungsübernahme, sondern immer wieder Ausfälle. Ähnlich, als würde man im zu niedrigen Gang einfach mal voll aufs Gas treten. Erst dachte ich ja noch, es sei ein Reifen, der platt sein könnte. Aber dann bemerkte ich den Zusammenhang mit dem Gas. Während ich mich noch zur Arbeit schleppen konnte, wurden die letzten Meilen dann auf dem Nach-Hause-Weg runtergeritten. Bis zur letzten Kreuzung hab ich ihn schleppen können, dann ging die Temperaturnadel zusehends weiter nach oben bis sie schließlich im roten Bereich endete.

Ende vom Lied, ich versuche aktuell das Fahrzeug loszuwerden, als sogenanntes “Mechanic Special”-Auto. Eine andere Umschreibung für: “Das Auto ist tot, mach damit was du willst, ich kann auch nicht viel dafür verlangen”.

Naja glücklicherweise hab ich durch die Hilfe meiner Vermieter schon ein neues Auto in Sicht. Wahrscheinlich werde ich dieses dann ab Januar, sobald ich wieder in den Staaten bin, in meinen Besitz nehmen können.

Thema: Allgemein | Kommentare (6) | Autor: Pedda

Auszug

Sonntag, 9. Dezember 2007 3:16

Kennt ihr das nicht auch? 1.5 Monate in der neuen Unterkunft und man hat die Nase voll, will mal wieder etwas Neues sehen, etwas Neues machen, etwas Neues erleben. Warum also nicht raus aus dem alten Zimmer und etwas neues gesucht?

Gesagt, getan! Ich hatte nun endlich die Gelegenheit mein neues Zimmer in Beschlag zu nehmen und tat dies auch unverzüglich am heutigen Vormittag. Welche Strapazen ich dafür in Kauf nahm, könnt ihr sehen, wenn ihr euch das Video anschaut. Allein der Weg, den ich mit meinem Gepäck zurücklegen musste …

Und noch eine kleine andere Sache. Ich war heute erstmalig in einem Hawaiianis$chen Fast Food Restaurant essen. Vorweg: das Essen war keinesfalls schnell gemacht! Dafür war es ungemein lecker! Und saumäßig viel. Ich konnte mal wieder meine Portion nicht aufessen. Getreu nach dem Hinweis, in Amerika aufzuhören zu essen, sobald man satt ist, habe ich ca 1/4 der Portion den Hühnern in unserem Garten überlassen. Aber nochmals: es war unglaublich lecker!

Danach gings zu Costco, vergleichbar mit Metro in Deutschland. Es gibt eine ganze Menge und das in riesen Quantitäten! Ich glaub an der Fleischtheke hätte Jan sich wohl gefühlt (siehe Bild). Ein fast 17 Pfund Fleischbatzen … Dann gab es noch verpacktes Chili zu kaufen. Schaut mal auf das Gewicht! Hinweis: Lbs ist die Abkürzung für Pfund (logisch, oder?).

Link: Video – Altes Zimmer vs. Neues Zimmer (leider ein wenig dunkel)

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Einhunderfünfundvierzigtausend

Samstag, 8. Dezember 2007 3:16

145.000 Meilen = 232.000 Kilometer

Genau diese Marke habe ich mit meiner heutigen Fahrt auf die Arbeit gebrochen. Das bedeutet, seit ich den Wagen, oder besser die Karre, habe, bin ich knapp 1000 Meilen gefahren. Ganz schön beachtlich, immerhin liegen zwischen Kaufdatum und heutigem Tag nur ca. 1,5 Monate.

Dafür bin ich mir aber felsenfest sicher, dass durch meine Wenigkeit nicht mehr viele Meilen hinzu kommen werden …

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Liste bemerkenswerter Dinge V

Donnerstag, 6. Dezember 2007 6:12

Mal wieder 3 Punkte, die meiner Meinung nach eine Erwähnung wert sind:

  • Car Pool Lanes. Dabei handelt es sich nicht etwa um Schwimmbadbahnen gefüllt mit Autos, nein es sind speziell ausgewiesen Spuren auf dem Freeway für Fahrzeuge mit mindestens 2 Insassen. Ist eine clevere Einrichtung, die Spure bietet immer flüssigen Verkehr, weil einfach mal nahezu jeder mit seinem eigenen Auto fährt … blöd ist nur, ich steck immer auf einer der langsamen Spuren. Fährt man als Einzelperson auf der Spur und lässt sich dabei erwischen, ist man eben mal 200 bis 400 Dollar ärmer!
  • Ebenso aus dem Bereich Verkehr: die 4-Wege-Stop-Kreuzungen (4 way stop). Bei unserem ersten Amerikabesuch haben uns diese Kreuzungen nahezu in die Verzweiflung gebracht. Aber wenn man erstmal weiß, wie es funktionieren soll und wenn jeder ordentlich mitmacht, sind das eigentlich ganz nette Einrichtungen! Das Prinzip ist ganz simpel: an jeder Straße steht ein Stopschild. Fahren darf, wer zuerst kommt. Bei mehreren Fahrzeugen zählt dabei, die Reihenfolge des Ankommens. Dabei muss es nicht zwangsläufig nur auf 4 Wege begrenzt sein. Das Maximum, dass ich bisher sah, war eine 6-Wege-Stop-Kreuzung … da heißt es aufpassen!
  • Und noch eine Sache aus dem Bereich Entertainment: Fernsehsender bietem dem gemeinen Internetnutzer die Möglichkeit, Serien online zu schauen. Das nenn ich mal innovativ. Obwohl man auch hier teure Kabelgebühren zahlen muss, kann einige Sendungen online schauen. Kostenlos! Ich habs versucht, bin aber daran gescheitert, dass mein Feuerfuchs jedesmal abgestürzt ist (vielleicht ändert sich das, wenn man Kabelgebühren zahlt).

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Tips für den Start in den USA

Mittwoch, 5. Dezember 2007 5:16

Da ich mich ja doch ein wenig auf die Nase gelegt hab mit dem Kauf meines Autos, will ich hier mal ein paar Tips für Praktikanten oder Neuankömmlinge in den Staaten geben.

Allgemein:

  • Ihr braucht eine Social Security Number, um diese zu beantragen muss man sich beim örtlichen Social Administration Office einfinden. Macht das allerdings erst 10 Tage nach eurer Ankunft in den Staaten, da ihr erst dann im System erfasst seid und somit die Bearbeitung schneller geht
  • Wer mit einem Nicht-Touristen-Visum einreist und plant mit dem Auto unterwegs zu sein, muss einen Führerschein machen. Kein Problem, einfach zum örtlichen DMV gehen (da müsst ihr sowieso hin, da euer Auto angemeldet bzw. umgemeldet werden muss) und nehmt euch dort ein “Drivers Handbook” mit. Das einmal durchgelesen und ihr besteht hundert prozentig die Prüfung. Achtung, das könnt ihr erst nach dem Erhalt eurer SSN machen

Auto:

  • Ihr könnt Gebrauchtwagen am besten über www.craigslist.com beziehen. Also lasst euch eins sagen: Händler werden immer versuchen euch über den Tisch zu ziehen! Anbieter bei craigslist aber auch!
  • Wenn ihr euch ein bisschen informieren wollt, über den Wert des Fahrzeuges, geht auf www.kbb.com dort könnt ihr Marktpreise für Neu- oder Gebrauchtwagen herausfinden. Geordnet nach dem Zustand des Fahrzeuges (Excellent, Good, Fair, Poor). Natürlich gilt das lediglich als Anhaltspunkt, aber wenn der Wert weit über dem genannten oder weit drunter ist, kann etwas nicht stimmen
  • Jedes Fahrzeug in den USA hat eine sogenannten VIN (Vehicle Identification Number). Über diese Nummer lassen sich alle Vorfälle am Fahrzeug nachvollziehen. Das heißt, geht ihr beispielsweise auf www.autocheck.com könnt ihr für aktuell $25 über einen Zeitraum von 60 Tagen VINs überprüfen und somit beispielsweise sehen, ob es sich um einen Unfallwagen handelt oder nicht
  • Jedes Auto muss einen Smog Test über sich ergehen lassen (ähnlich der AU in Deutschland), wird dieser Test nicht bestanden, wird euer Fahrzeug beim DMV nicht zugelassen. Wichtiger Hinweis: der Verkäufer ist laut Gesetz verpflichtet, beim Verkauf des Autos den Smog Test machen zu lassen! Ihr müsst dafür also nicht zahlen. Ein Test ist in der Regel 90 Tage gültig
  • Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit in jeder Werkstatt euren potentiellen neuen Wagen überprüfen zu lassen. Und zwar bevor ihr das Auto kauft! Das ist ein sogenannter Pre-Sell-Check (oder so ähnlich). Für 60 bis 100 Dollar lasst ihr das Auto überprüfen, bekommt einen Ausdruck und der Mechaniker wird meistens einschätzen können, ob der Verkaufspreis gerechtfertigt ist oder nicht – Darüberhinaus lässt sich somit mitunter noch der Kaufpreis drücken, wenn man dem Verkäufer die ganze Mängelliste (insofern vorhanden) vorzeigen kann
  • Vor einer endgültigen Entscheidung kann man sich auch noch Reliability Ratings anschauen, also eine Liste mit Bewertungen über die Zuverlässigkeit des Fahrzeuges

Noch ein Hinweis für Praktikanten oder Neuankömmlinge, die speziell in Silicon Valley starten: ein Freund von mir, hat die folgende GoogleMap erstellt, auf der die wichtigsten Punkte eingezeichnet sind, die man für einen Start benötigt. Nicht wundern, auf der Karte ist auch SAP eingezeichnet, es ist halt ursprünglich für Praktikanten von SAP gedacht, hilft darüber hinaus aber auch anderen Neulingen.

Links:

craigslist
DMV
Kelleys Bluebook
Autocheck
MSN Car Reliability Ratings
Google Maps – First Hints for Interns

Thema: Allgemein, Arbeitsleben, Führerschein | Kommentare deaktiviert | Autor: Pedda

Nie wieder Auto waschen!

Sonntag, 2. Dezember 2007 7:58

Heute war ein recht sonniger, wenn auch kühler Tag. Ein perfekter Tag, um sein Auto waschen zu lassen. Da ich noch einen Gutschein für eine komplette Innen- und Außenreinigung für $10.99 besaß, beschloss ich nun das Fahrzeug in vertrauensvolle Reinigungskräftehände zu geben.

Es war beeindruckend, wie sich 5 Mexikaner um ein Auto tummeln, hineinkrabbeln, putzen, wischen und sprühen und am Ende das Auto doch tatsächlich eine klarer Farbe annimmt. Auch der Blick von innen nach außen war nun nicht mehr getrübt und vermittelt die Umwelt in bestechend klarem HD-Bild.

Dennoch hatte ich kein gutes Gefühl bei der Sache. Schon als ich noch mein Auto unter fließendem Wasser gesehen habe, dachte ich mir, dass es keine so gute Entscheidung gewesen sein könnte, das Fahrzeug zum glänzen bringen zu lassen.

Und was soll ich sagen? … Never clean a running car!

Da meine weitere Planung ein Aufsuchen einer sogenannten “Mall” (nichts weiter als ein riesiges Einkaufszentrum) beinhaltete, machte ich mich also unvermindert auf den Weg. Schön im Sonnenschein Richtung Berge. Es sind ca 20 Meilen von Lorenzos Autowäsche bis zur Einkaufsmeile … 19.9 hatte ich schon absolviert, als mein Blick aufs Instrumentenpanel fiel und ich mit Entsetzen feststellte, dass sich die Temperaturnadel im roten Bereich wiederfand. Mein erster Gedanke war nun, dem Motor Fahrtwind zu gönnen. Also bin ich auf den nächsten Freeway und ein paar Meter gefahren. Das Ganze hatte den gleichen Effekt, wie aufgebrühten Tee in das Kühlsystem zu kippen!

Ich mich also entschieden, einfach runter vom Freeway zu fahren und einen Parkplatz zu suchen! Mittem im Nirgendwo, stand ich nun in einer mir vollkommen unbekannten Wohngegend in meinem Saunaauto. Ich öffnete die Motorhaube und sah schon leichten Dampf direkt aus dem Kühlflüssigkeitsbehälter aufsteigen. Mein geschulter KFZ-Mechaniker-Blick verriet mir, dass ich keine 100 Meter hätte weiter fahren sollen…

Also war mein nächster Gedanke, jemanden anzurufen … was an der Frage des: “WEN?” scheiterte. Meine Vermieter hab ich nicht erreicht und von einem anderen Praktikanten, der potenzielle Ahnung von Autos (er hat mehr Ahnung von Motoren als ich … wobei das auf jeden Menschen der Welt zutreffen dürfte) besitzt, hatte ich keine Telefonnummer. Nun saß ich da, irgendwo in der Nähe der scheiß Mall, geschätzte 1000 Meilen von meinem Wohnort entfernt und wusste nicht was zu tun war.

Wie ein alter Indianer entschied ich mich für die Aussitzen-Taktik. Ich wartete ca. eine halbe Stunde, nutzte die Gelegenheit meine Handykarte aufzuladen und testete zwischendurch immer wieder, wie heiß der Motor ist. Nachdem schlussendlich die Nadel nur noch den halben Weg bis zum bösen roten Bereich zurücklegte entschloss ich mich, gen Wohnung zu fahren.

20 Meilen sind ja soooo lang!

Nachdem ich die erste Hälfte wunderbar ohne Überhitzung aushielt, merkte ich dann doch, dass sich die Nadel wieder stetig in ihren geliebten Bereich bewegte. Als ich schlussendlich angekommen bin, den Motor ausstellte und diverse blubbernde Geräusche vom Motorraum aus dem Fahrzeuginnenraum heraus wahrnahm, stieg ich aus, schloss die Tür auf und entschied mich, das Auto für 1.5 Stunden nicht mal mehr mit dem Hintern anzugucken!

Naja am Ende hab ich dann meinen Vermieter mal gefragt, was sein könnte. Wir haben erstmal den Behälter für die Kühlflüssigkeit mit Wasser aufgefüllt (welcher bei der Reparatur schon voll gemacht wurde) und er wird morgen mal den Kühlerdurchspülen. Entweder bleibe ich dann morgen irgendwo in der Bay Area liegen oder meinem Auto geht es wieder gut und ich fahr direkt Montag zur Werkstatt, die mir versicherte, dass die Nadel sich nie in den roten Bereich bewegen wird.

Nun geh ich erstmal schlafen!

Thema: Allgemein | Kommentare (3) | Autor: Pedda

Legal auf 4 Rädern unterwegs

Samstag, 1. Dezember 2007 3:14

Seit dem heutigen Tag darf ich mich legal in meinem Auto auf den Straßen Kaliforniens bewegen! Mit dem Bestehen des theoretischen Tests habe ich eine temporäre Fahrerlaubnis bekommen. Lustigerweise bin ich mit dem Auto hingefahren, um die Prüfung abzulegen und danach mit dem Auto wieder losgefahren.

Erfreulich ist, dass in den USA die Prüfungen wirklich erschwinglich sind. Für $27 habe ich die theoretische Prüfung gemacht und ich glaub, ungefähr weitere $40 kostet mich die Fahrprüfung, bei der ich wiederum mit meinem Auto hinkomme, in meinem Auto die Prüfung mache und egal ob bestanden oder nicht, werde ich mit meinem Auto wieder losfahren.

Im Grunde finde ich es gut, dass ich eine theoretische Prüfung ablegen muss, dass ich allerdings auch noch eine Praktische machen muss finde ich, gelinde gesagt, eine Frechheit. Ich habe in Deutschland eine Unmenge an Geld bezahlt, nur um dann nochmal Unmengen zu hinterlegen, um eine Fahrerlaubnis zu bekommen. Ich fahre seit nunmehr 7 Jahren unfallfrei (toi, toi, toi *aufholzklopf*) und muss hier aber eine erneute Prüfung ablegen. Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, warum das so absurd ist: das Buch mit dem theoretischen Kram umfasst insgesamt ca. 80 Seiten DIN A5, worunter Werbung und Informationen zu den DMVs (Department of Motorvehicles) zu finden sind. Man kann sagen, dass ca. 40 Seiten den relevante Teil ausmachen. Jetzt vergleicht das mal mit dem Fahrschulbuch, dass ihr in Deutschland zu lesen bekommen habt …

Naja, auf jeden Fall werde ich jetzt schnellstmöglich versuchen, meine Fahrprüfung abzulegen, da ich dann neben einer Fahrerlaubnis auch ein kalifornisches zulässiges Ausweisdokument besitze.

Achja, hier mal eine Frage aus dem Testbogen (den ich mitnehmen durfte):
At dawn or dusk, or in rain or snow, it can be hard to see and be seen. A good way to let other drivers know you are there is to turn:

  • Up the instrument panel lights
  • On your parking lights
  • On your low-beam headlights

Ich würde sowas nur als rhetorische Frage stellen …

Ach übrigens: Man durfte 6 Fehler machen, dabei waren die Fragen nicht gewichtet und pro Frage gab es nur eine richtige Antwort! Etwas Gutes gibt es noch zu berichten, in Amerika muss man in periodischen Abständen seinen Führerschein verlängern, indem man eine theoretische Prüfung ablegt. Etwas, dass auch in Deutschland Einzug halten sollte.

Thema: Führerschein | Kommentare (2) | Autor: Pedda